07.06.2006 Die Tschechen kommen!
Landung der tschechischen Fussball-Nationalmannschaft am Siegerland-Flughafen
Da schwer abzusehen war, was einen bei diesem Event am Siegerland-Flughafen erwartete, sind wir (der Lars und ich) relativ früh losgefahren und waren bereits um 9:30 Uhr - 2 Stunden vor der geplanten Landung - dort. Nachdem erst noch nichts los war und wir uns noch eine halbe Stunde lang in Ruhe umsehen konnten...

...füllte sich gegen 10:00 Uhr der Parkplatz dann schlagartig mit viel Polizei und Presse und es wurde Zeit sich einen guten Platz zu sichern.

Vor der Landung der Tschechen gab es dann auch noch diesen netten Privatjet zu sehen, eine Citation X, mit der man annähernd Schallgeschwindigkeit fliegen kann.
(Deswegen sind die Triebwerke auch fast größer als der Rest des Jets)

Der Besucherbereich füllte sich nun mit den ersten per Bus angereisten Schulklassen, die sich auch bestens auf die Tschechen vorbereitet hatten.

Am Vorfeld kam nun auch der offizielle WM-Bus an, ein von Hyundai gesponsorter Setra. Im Vordergrund der neue Follow-Me-Bus, der alte ist ebenfalls noch im Einsatz, man hat also jetzt zwei.

Der Geschäftsführer des Airports: "Es dauert nur noch zehn Minuten!"

Mittlerweile ist es auch eng geworden im Besucherbereich.

Pünktlich aber jetzt die erwartete Landung mit anschließender Vollbremsung auf der für eine Boeing 737-800 eigentlich etwas zu kurzen Bahn. Hier ist das Bahnende schon fast erreicht, Spoilers ausgefahren und Umkehrschub aktiviert.

80 Journalisten hatten sich versammelt, sie durfen auf die Wiese vorm Tower, ohne nervigen Zaun dazwischen.

Ungewohnte Dimensionen als die größte Maschine, die je am Siegerland-Flughafen gelandet ist, auf dem Rollweg hinter der Tankstelle auftaucht.

Der wahrscheinlich erste Einsatz der offensichtlich extra neu angeschafften Treppe steht unmittelbar bevor. Man demonstriert Gelassenheit.

Aus dieser misslichen Lage versuchte ich zu fotografieren.

Hier kommen die FIFA-Offiziellen zur Begrüßung von rechts, die Lokalpolitiker kamen von links. Dieser Ablauf ist anscheinend von der FIFA genau so vorgeschrieben worden.

Nun setzte sich auch der Bus in Bewegung und fuhr genau so vor die Maschine, dass sowohl Presse als auch Zuschauer nur noch die Hälfte sehen konnten.

Während wir also kaum was sahen, hörten wir aber um so mehr, denn die Mikros waren offen und jemand sagte: "Ach, Herr Breuer, sie hab ich ja gar nicht am Ablaufplan", darauf folgte die energische Anwort von Landrat Paul Breuer: "Wenn sie sich hier richtig blamieren wollen, dann machen sie nur so weiter!"

Die Tschechen stiegen nach einem kurzen Händeschütteln sofort in ihren Bus. Über die noch immer offenen Mikros hörte man dann jemanden sagen: "Jetzt passiert genau das was ich befürchtet hatte." und nach einigem Hin und Her stiegen alle wieder aus und mussten sich dann eine kurze Rede von Breuer auf tschechisch anhören, die er so ins Mikro brüllte, dass die Boxen nur noch krachten und knirschten.
Dieses ganze Chaos konnte ich vor Ort nicht so richtig nachvollziehen. Im Nachhinein erfuhr man aus der Presse, dass Breuer den Bus gestürmt und das Team - entgegen dem FIFA-Protokoll - noch mal herausgeholt habe.

Danach verschwanden die Tschechen dann endgültig im Bus und fuhren zur ihrem Hotel im Westerwald. Die Presseleute, die auch nicht so wirklich viel Material bekommen hatten, filmten uns dann noch ein wenig...

...und so sah das dann später in der WDR Lokalzeit aus.
Man beachte die Person im Hintergrund - ja, das bin ich.

Das Team des Siegerland-Flughafens nutzte derweil den kurzen Aufenthalt der B737 für ein Gruppenfoto...

...und weil es so schön war auch nochmal mit dem neuen Follow-Me.

Die Maschine wurde dann noch eine Weile bestaunt...

...und dann hieß es auch schon wieder Türen zu und Triebwerkstart.

Als die 737 vor uns umdrehte, bekamnen wir sogar ein bißchen Jetblast ab (heißer Wind, der nach verbranntem Kerosin riecht) - vor lauter Schreck hat sich der Lars direkt mal sein Senfwürstchen auf die Jacke gedrückt.

Während der Lars noch seine Jacke reinigte, nahm die 737 auch schon die Nase hoch...

...und verließ uns wieder.