16.12.2008 - Siegen im Ausnahmezustand: Links gegen Rechts

Wie jedes Jahr am 16. Dezember wurde heute in Siegen der Opfer der Bombardierung von 1944 gedacht. Dieses Jahr hatten sich allerdings auch die "Freien Nationalisten" angekündigt, was eine Gegenveranstaltung mit 3000 Teilnehmern auf den Plan rief. Bereitschaftspolizei aus Wuppertal, Bonn und Bochum reiste mit 500 Mann an. Die große Gegenveranstaltung verlief problemlos und gewaltfrei, später waren allerdings diverse linke Gruppen in der Stadt unterwegs und versuchten die rechte Veranstaltung zu verhindern. In der kompletten Unterstadt gab es zahlreiche Straßensperren der Polizei. Für die Rechten wurde ein Durchsuchungszelt aufgebaut und dahinter ein umzäunter Sammelbereich. Dort wartete man eine halbe Stunde nach offziellem Veranstaltungsbeginn immernoch auf ein weiteres Grüppchen Rechter, die unter starkem Polizeischutz Schleichwege gehen mussten, um keinen Linken zu begegnen. Angeführt vom bundesweit bekannten Rechtsradikalen Christian Worch marschierte man dann bis zur Oranienstraße. An der Straßensperre dort wurde die Polizei dann von Linken mit Feuerwerkskörpern beschossen und mit Steinen beworfen, ebenso wurde versucht die Absperrungen zu durchbrechen. Es gab dabei mehrere Verletzte und diverse Festnahmen. Gegen 21:00 Uhr kehrte wieder Ruhe ein.